Ayurveda-Massage
Diese Massageart wird meist unter Anwendung von erwärmten Kräuterölen von zwei Therapeuten als Ganzkörpermassage durchgeführt. Massiert wird mit rhythmischen und synchronen Streichbewegungen. Die Massage befreit von Schlacken und fördert die Durchblutung. Aufgrund des Entspannungseffektes wird sie sehr geschätzt.
Bindegewebsmassage
Um den Lymphfluss und den Zellstoffwechsel anzuregen nimmt die Haut zwischen Daumen und Zeigefinger beider Hände und drückt diese leicht zusammen. Nun wird die Haut ca. 1 cm rollen nach oben geschoben. So kann man die gesamte Haut des Oberschenkels bis zu den Hüften bearbeiten.
Bürstenmassage
Mit Hilfe von kräftigen Bürstenstrichen bzw. Handschuhen aus Sisal, Luffa oder feiner Seide werden Rücken, Beine, Arme und Bauch bearbeitet. Diese Massagetechnik wirkt anregend auf die Durchblutung und härtet ab.
Cranio-Sacral-Therapie
Diese sanfte Behandlungsform löst Blockaden am „cranio-sacralen System“. Die Flüssigkeit, in der das Gehirn und Rückenmark schwimmen, soll im kompletten Körper rhythmisch pulsieren und tastbar sein. Durch einen leichten Druck auf Schädelknochen und Kreuzbein sollen Blockaden bzw. Verspannungen in den Muskeln gelöst werden. Eingesetzt wird die Therapie hauptsächlich bei Nacken- und Rückschmerzen, Kopfschmerzen und nervösen Beschwerden.
Dorn-Breuss-Methode
Bei dieser Massagemethode werden zwei Techniken zur Wirbelsäulen-Therapie verbunden. Fehlstellungen der Wirbelsäule werden nach Dieter Dorn korrigiert und es erfolgen Massagen nach Rudolf Breuss. Durch das Einmassieren von reichlich Johanniskraut wird das Gewebe geschmeidig und locker. Eingesetzt wird diese Methode daher hauptsächlich bei Wirbelsäulenbeschwerden.
Entspannspannungsmassage
Mit ätherischen Ölen, die den Geruchssinn anregen und knetenden bzw. kreisenden Griffen, die Muskelverspannungen lösen, wird ein optimaler Entspannungseffekt erreicht. Diese Methode mildert nicht nur Stress, sondern löst auch Muskelverspannungen.
Fußmassage/Reflexzonen-Massage
Fußmassagen sind besonders wohltuend. Die Fußmassage kann durch Druck-, Zug- und Streichbewegungen der Fußsohle und Zehen nicht nur die verspannten, beanspruchten Muskeln der Füße lockern, sondern auch durch Druck bestimmter Akupunkturpunkte den Energiefluss positiv beeinflussen. Denn die am Fuß befindlichen Reflexzonen sind über energetische Bahnen mit allen Bereichen des Körpers verbunden.
Für die Massage am besten Massageöl oder etwas Körperlotion benutzen. Da viele Massageöle am besten einziehen, wenn die Haut feucht ist, sollte man vorher die Füße baden. Des Weiteren sind die Füße sehr empfindlich, daher empfiehlt es sich, das Öl bzw. die Lotion vorher in den Händen etwas anzuwärmen.
Variante I: Bei der Fußmassage sollten die Beine auf einer Unterlage liegen und leicht hochgelagert sein. Die Massage wird überwiegend mit den Daumenkuppen Daumenkuppen durchgeführt, für die Fußsohle benutzt man die Fingerknöchel der ganzen Hand. Begonnen wird an der Fußoberseite. Mit sanften streichenden Bewegungen fährt man nun vom Knöchel zu den Zehenspitzen. Zwischen den Sehnen in Richtung der Zehenspitzen entlangstreichen. Anschließend die Fußsohle massieren. Eine anregende Wirkung bewirkt die Masse von den Zehen zu den Ballen hin und eine entspannende Wirkung erzielt man, wenn man von den Ballen zu den Zehenspitzen hin massiert. An Ferse, Fußmitte und Ballen werden kreisende Bewegungen durchgeführt. Bei der Ferse kann man mit etwas mehr Druck arbeiten, wohingegen die Zehen mit viel Gefühl und wenig Druck massiert werden sollten. Besonders druckempfindliche Stellen anfangs sanft massieren und den Druck vorsichtig steigern. Am Ende den Fuß sanft zu den Zehenspitzen hin ausstreichen.
Variante II: Bei dieser Variante legt sich der zu Massierende mit den Bauch auf eine gerade Fläche. Der Masseur ölt anschließend die Füße bis zu den Unterschenkeln langsam und mit gleichmäßigen Bewegungen ein. Begonnen wird bei den Zehen. Jeden einzelnen kneten und anschließend diese zwischen die Finger nehmen und jeden einzelnen Zeh durch die Finger gleiten lassen. Fortgefahren wird bei der Sohle hin zu der Ferse. Mit kleinen kreisenden Bewegungen wird Druck auf die Reflexzonen ausgeübt. Dem empfindlichen Quergewölbe des Vorderfußes sollte besonders viel Aufmerksamkeit zuteil werden.
Variante III: Eine Hand hält den Fuß und mit der anderen streicht man vom großen Zeh in Richtung Ferse. Nun von den Zehenknochen in Richtung Knöchel streichen. Unterhalb des Fußballens streicht man mit den Fingerknöcheln in Richtung Ferse und rollt die Finger nun über den Knöchel nach unten ab. Mit kreisenden Bewegungen die komplette Fußsohle massieren und anschließend mit dem rechten Daumen ebenfalls mit kreisenden Bewegungen den Fußballen massieren. Beginnend an der Fußwurzel werden nun der mit leichtem Zug und Druck massiert. Fortgefahren wird mit der Massage der Außenkante des Fußes – diese von den Zehen zu der Ferse hin massieren. Abschließend wird dann noch vom Unterschenkel über die Ferse und den Fußrücken bis hin zum Zeh der ganze Fuß massiert.
Gesichtsmassage
Die Gesichtsmassage ist häufig die sogenannte Lymphdrainage. Durch streichende, schiebende und kreisende Griffe wird der Fluss der Lymphflüssigkeit in den Lymphbahnen angeregt. Gestaute Lymphen sind z. B. für Schwellungen unter den Augen und Blässe verantwortlich. Sie wirkt beruhigend, entstauend und abschwellend.
Um Mimik- und Müdigkeitsfältchen zu entspannen, kann man folgende Massage anwenden, durch die das Relax-Hormon Noradrenalin gebildet wird. Dabei die Hände auf die Stirnmitte legen und 10-mal zu den Schläfen streichen. Anschließend 10-mal über die Schläfen kreiseln. 5-mal vor der Nasenwurzel unter den Augen entlang zu den Ohren streichen. Nun streicht man je 5-mal von der Nasengrube über der Oberlippe und vom Mundwinkel zum Ohrläppchen. Abschließend 10-mal die Fingerspitzen über die Wangen kreisen lassen und das Gesicht leicht abtrommeln.
Hot Stone
Die Massage erfolgt mit glatten, warmen Basaltsteinen, die auf den Körper gelegt, aber auch als Werkzeug eingesetzt werden. Mit den Steinen wird massiert oder die aufliegenden Steine werden leicht angeklopft. Durch die Temperatur und die Druckreize wird der Tastsinn angesprochen. Diese Methode entspannt nicht nur die Muskulatur und den Geist, sondern harmonisiert auch das vegetative Nervensystem.
Indianische Fuß-Massage
Bei der indianischen Massage werden die Energiepunkte im Körper aktiviert. Der Masseur bearbeitet beide Füße gleichzeitig und beginnt bei den Zehenspitzen. Damit auch genügend Wärme entsteht, sollten die Bewegungen parallel und schnell ablaufen. Im Anschluss wird nun der ganze Fuß gestreichelt. Durch den Energieschub verschwinden Verkrampfungen und negative Gefühle.
Indische Massage – siehe Ayurveda-Massage
Java-Lulur
Unter Java-Lulur versteht man ein traditionelles indonesisches Reinigungs- und Pflegeritual, bei dem eine Massage mit einem exotischem Frucht-Peeling, Aromaölen und Joghurt durchgeführt wird. Diese Methode wirkt reinigend, entspannend und steigert das Wohlbefinden.
Jembatan-Massage
Die Jembatan-Massage ist eine altindische Massagetechnik, bei der alle Sinne mit einbezogen werden. Die Lieblingsmusik wird aufgelegt, nebenbei knabbert man etwas Obst, und wärmt duftendes Massageöl auf (z.B. in einer Tasse auf der Heizung). Mit dem Öl dann mit großzügigen Streichbewegungen von den Füßen zu den Schultern massieren. Am Schluss das Gesicht einreiben, tief einatmen und das duftende Öl genießen.
Kalifornische Massage
Diese Methode wirkt aufgrund von langsam ausgeführten, fließend langen Streichungen, tiefer Muskelarbeit, schaukelnder Lockerung der Gelenke und sanftes Wiegen besonders entspannend und verbessert die Körperwahrnehmung.
Klassische Massage
Über die Muskeln streichen und dabei mit den Fingern die verhärteten Muskeln finden. Die Streichbewegung erfolgt zum Herzen hin und parallel zum Faserverlauf der Muskulatur. Die Spannungen werden gelöst, wenn man die einzelnen Muskeln entlang der beiden Verlaufsrichtungen gegeneinander drückt, was dem Kneten der Muskulatur entspricht – die Muskeln werden gedehnt. Um nun Reibung im tiefer liegenden Muskelgewebe zu erzeugen, kreisen Daumen und Fingerkuppen, was schmerzhafte Verknotungen löst. Zum Abschluss werden die massierten Muskeln leicht abgeklopft bzw. abgeklatscht. Dieser Schritt aktiviert noch die Wirkung auf das Nervensystem.
Kopfmassagen
Damit man diese entspannende Massage nicht nur beim Friseur erlebt, kann man sich auch zu Hause die Kopfhaut vor dem Waschen oder direkt beim Shampoonieren mit sanft kreisenden Fingerkuppen massieren. Die Kopfhaut kann ruhig direkt mit in Bewegung kommen. durchführt. Abschließend über den Kopf streicheln und die Finger ausschütteln. Natürlich ist es noch erholsamer, wenn der Freund bzw. die Freundin diese Massage
Lomi Lomi Nui
Der Kern dieser hawaiianischen Massagetechnik liegt bei der Körperdehnung und Gelenkdrehung. Auch Unterarme oder Ellbogen werden für kraftvolle Streichungen verwendet. Mentale und körperliche Spannungen werden abgebaut und der Lymphfluss belebt.
Massage bei Kopfschmerzen
Etwa 30 Sekunden lang mit den Fingern unterhalb der Augenbrauen von der Nase Richtung Schläfen streifen. Dann die Finger auf den Schläfen halten und 30 Sekunden lang leichten Druck ausüben. Nun die Hände an den Nacken legen und die Muskelstränge neben der Wirbelsäule für ca. 30 Sekunden vom Kopf Richtung Schultern sanft kneten.
Massage bei Müdigkeit oder Erschöpfung
Folgende Technik 30-mal pro Arm wiederholen: Mit der Hand, am Unterarm beginnend, mit schnellen, kräftigen Auf- und Abwärtsbewegungen bis zu den Schultern und wieder zurück streichen.
Massage bei Stress
Hierfür legt man sich auf den Rücken und streichelt den Bauch für ca. 1 Minute langsam im Uhrzeigersinn.
Massage bei Rückenschmerzen
Unterhalb des großen Zehs beginnend mit dem Daumen spiralförmig mit festem Druck das Fußgewölbe entlangfahren. Die Massage in Richtung Ferse fortsetzen. Bei schmerzhaften Zonen sollte man kurz den Daumen in die Haut drücken und so lange warten, bis der Schmerz nachlässt, anschließend kann man weitermassieren. Diese Technik 2-mal pro Fuß wiederholen.
Medizinische Massage
Dies ist die klassische, medizinisch-therapeutische Massage mit Knet- und Klopfgriffen, um Muskelverspannungen an Schultern, Nacken und Rücken zu lösen. Damit die Hände einen guten Kontakt haben, wird besonders wenig Öl verwendet. Die Massage wird meist vom Arzt verschrieben und auch zum Großteil von den Krankenkassen mitfinanziert.
Ölmassage – siehe Ayurveda-Massage
Pantei Luar
Bei dieser ostasiatischen Massagetechnik werden mit Gewürzen und Kräutern gefüllte Säcken in 120 °C heißes Öl getaucht, die dann blitzartig auf die Haut getupft werden. Durch die intensive Wärme werden Reparaturmechanismen der Haut aktiviert, wodurch die Durchblutung gesteigert wird. Zudem wirkt die Massage auch entspannend.
Rasul
Unter Rasul versteht man eine orientalische Reinigungszeremonie in einem Dampfbad, bei der verschieden gekörnte Heilschlämme auf das Gesicht und den Körper aufgetragen werden. Diese werden mit Kräuterdampf auf der Haut verrieben. Nach 20 Minuten werden die Schlämme von einer warmen Deckenduschen abgewaschen. Beendet wird Rasul oft mit einer Aromaöl-Massage. Der Körper wird sanft gepeelt und greinigt.
Schwedische Massage – siehe Medizinische Massage
Thai-Massage (Nuad Thai)
Diese energetische Massage wird auf einer Bodenmatte durchgeführt und mit Dehnungen und kräftigen Streckübungen begleitet. Mit den Händen oder auch manchmal mit den Füßen, wird auf dem Körper „gelaufen“. Der Patient ist bekleidet. Die Beweglichkeit wird gefördert und der Körper wird harmonisiert.
Tuina-Bauchmassage
Diese Massagetechnik kommt aus der traditionellen chinesischen Medizin und hilft Wassereinlagerungen vor der Menstruation zu bekämpfen. Um die Lebensenergie wieder herzustellen wird weniger gestrichen, sondern gedrückt und gezupft. Man kreist z.B. 36-mal mit leichtem Druck des Daumens etwa zwei Finger tief unterhalb des Bauchnabels.
Unterwasserdruckstrahlmassage
In einer mit warmem Wasser gefüllten Badewanne wird man durch einen Wasserdruckstahl massiert, wodurch die Durchblutung angeregt und Verspannungen gelockert werden.
Vichy-Brause
Durch mehrere horizontal angebrachte Duschköpfe wird der Körper massiert. Man entspannt sich und die Durchblutung wird angeregt. Häufig kombiniert wird diese Wassermassage mit der Bürstenmassage.
Watsu (Wasser-Shiatsu)
Watsu ist die Shiatsu-Körperarbeit unter Wasser. Der Patient wird im 35 °C warmen Wasser gestreckt und gedehnt, wobei der Energiefluss entlang der Körpermeridiane genutzt wird. Erzielt wird eine besonders tiefe Entspannung und man bekommt das Gefühl von Schwerelosigkeit.
Zen-Shiatsu
Dieser Stil ist besonders im Westen verbreiten. Am Boden liegend wird entlang der Energiebahnen des Körpers Druck mit Händen, Ellbogen und Knien ausgeübt. Dadurch und durch zusätzliche sanfte Drehungen lösen sich Energieblockaden, wodurch die körperlichen und geistigen Energien harmonisiert werden.